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Reaktion auf die Stellungnahme des JAEB in der Sitzung der AG §78 vom 18.05.2015

Wie bereits angekündigt hat der JAEB, vertreten durch Thorsten  Dahlhues aus Ochtrup, in der Sitzung der AG §78 am vergangenen Montag seine Postion zu den gehäuft aufgetretenen Absagen der Schulkindübernachtung vorgestellt.

Wie gewohnt wurde unsere Eingabe interessiert aufgenommen
und sachlich diskutiert. Da jeder Träger für seine eigenen Einrichtungen die Vorgaben selbst gestalten kann  (Trägerautonomie), konnte in der Kürze der Zeit keine gemeinsame Position aller Trägervertreter zu diesem Thema gefunden werden.
Eine grundsätzliche Einigkeit bestand aber in allen Punkten. Es ist tatsächlich nach Aussage der verschiedenen Träger inzwischen immer schwieriger, solche Aktionen zu finanzieren. Bezahlte Überstunden kommen aus finanziellen Gründen oft nicht in Frage, ein Freizeitausgleich ist ebenfalls oft problematisch. Uni sono erklärten die Trägervertreter, dass sie keine versicherungstechnischen Bedenken sehen, wenn diese Veranstaltungen offizielle Angebote der Kitas sind. Dann bestehe auf jeden Fall der gesetzliche Versicherungsschutz.
Auch die AG §78 sieht den pädagogischen Wert der Übernachtungsaktionen und hält diese in einem gewissen Maß auch für schon traditionell. Die Träger empfehlen bei Unstimmigkeiten immer das Gespräch zwischen Einrichtungsleitung und Elternrat zu suchen um individuelle Lösungen zu finden.
Die Trägervertreter bedankten sich ausdrücklich für unser Engagement und baten um Zusendung unserer Stellungnahme für das Protokoll.

Stellungnahme des JAEB zur Absage besonderer Aktionen in den Kitas

Heute war die Sitzung der „AG §78“ (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Jugendhilfe). Dort hat Thorsten Dahlhues als Vertreter des JAEB folgende Stellungnahme des JAEB abgegeben:

Dem Jugendamtselternbeirat wurde aus verschiedenen Einrichtungen zugetragen, dass die seit vielen Jahren stattfindende Übernachtung für die angehenden Schulkinder aus verschiedensten Gründen abgesagt wurde oder zur Disposition steht. Unter anderen werden folgende Gründe genannt:
1. Durch neue Tarifverträge sind höhere Stundensätze für Überstunden zu zahlen. Dies sei nicht finanzierbar.
2. Durch die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes ist die tägliche höchst zulässige Arbeitszeit beschränkt. Dies würde bedeuten, dass die ErzieherInnen nachts abgelöst werden müssten.
3. Es bestünden versicherungsrechtliche Bedenken, welche die Durchführung einer solchen Aktion verhindern.
4. Da seit diesem Kindergartenjahr die Höhe der Trägerrücklage begrenzt ist, werden die überschüssigen Gelder für Ausbau- und Renovierungsprojekte verwendet. Eine Finanzierung von Mitarbeiterstunden sei daher nicht mehr möglich.
Dem entgegen steht die Aussage aus anderen Einrichtungen, dass solche Veranstaltungen nach wie vor stattfinden und auch keine Änderungen geplant sind.
In der letzten Sitzung des Jugendamtselternbeirats wurde dieses Thema diskutiert und beschlossen, Ihnen als den Trägervertretern unseren Standpunkt zu diesem Thema vorzutragen und Sie um eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit zu bitten.
Der Jugendamtselternbeirat hält die besonderen Aktionen in den Kitas wie die Schulkindübernachtung, welche seit vielen Jahren in den meisten Einrichtungen angeboten werden, für pädagogisch wertvoll und erhaltenswert. Die Kinder profitieren in einem besonderen Maße von diesen Angeboten. Sie fördern die Selbstständigkeit und das Sozialverhalten und beeinflussen positiv das Gruppengefüge. Die Begründungen, die die Einrichtungsleitungen gegenüber den Eltern nennen, scheinen uns teilweise nicht nachvollziehbar.
Der Jugendamtselternbeirat bittet Sie als Trägervertreter im Namen der Elternschaft daher um eine Stellungnahme zu diesem Thema und bittet Sie, diese für unsere Kinder so wichtigen Angebote zu erhalten.