Kirche im Profil – Kindeswohl im Spannungsfeld von Familie und Beruf

Ich durfte am 20. September die o.g Veranstaltung in der Stadthalle Rheine mitverfolgen.  Im Zuge dessen, konnte ich im Anschluß Kontakt zum JAEB Rheine knüpfen. Herr Happe durfte als Elternvertreter die Diskussionsrunde mit führen.
Es war ein sehr interessanter, sowie informativer, als auch amüsanter Abend.
Der Vortrag von Prof. Dr. Rainer Strätz war sehr gelungen und kam im Puplikum gut an.
Die nachfolgende Diskussionsrunde befasste sich mit aktuellen Problemen, wie
-Personalschlüssel
-Kindergartenplätze für U3 Kinder
-Öffnungszeiten
-KiBiz (damit verbunden: Kindpauschalen, Finanzen)
-familienfreundliche Arbeitszeiten
-Dokumentation
-Ausbildungsplätze
-den Erzieher Beruf proffessionalisieren, wie kann der Stand des    Erziehers in der Gesellschaft verbessert werden
-Zukunftsaussichten

Ich hoffe, dass in diesem Rahmen genug Anstöße in Richtung Politik gegeben wurden und sich in Bezug auf das im kommenden Jahr anstehende neue KiBiz einiges zum Wohle unserer Kinder ändern wird.


 

Quelle:  Artikel der Westfälischen Nachrichten vom 21.09.16
Diskussion: Über die politischen Statements der beiden Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD, r.) und Bernhard Tenhumberg (CDU) diskutierte das Podium mit Prof. Dr. Rainer Strätz (v.l.), Uta van Delden (Geschäftsführerin des Kindergartenverbundes im Kirchenkreis Tecklenburg), Moderatorin Sarah Stöber, Andreas Happe (Vorsitzender des Jugendamtselternbeirates der Stadt Rheine) und Kreisdechant Markus Dördelmann.
Diskussion: Über die politischen Statements der beiden Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD, r.) und Bernhard Tenhumberg (CDU) diskutierte das Podium mit Prof. Dr. Rainer Strätz (v.l.), Uta van Delden (Geschäftsführerin des Kindergartenverbundes im Kirchenkreis Tecklenburg), Moderatorin Sarah Stöber, Andreas Happe (Vorsitzender des Jugendamtselternbeirates der Stadt Rheine) und Kreisdechant Markus Dördelmann.
Rheine/Kreis Steinfurt – Wie schwierig es ist, im „Spannungsfeld von Familie und Beruf“ das Wohl der Kinder im Blick zu behalten, damit beschäftigten sich Politiker, Pädagogen, Eltern- und Kirchenvertreter jetzt bei einer ökumenischen Veranstaltung in der Stadthalle Rheine

Auf die Rahmenbedingungen kommt es an. Und die könnten besser sein. Wie schwierig es ist, im „Spannungsfeld von Familie und Beruf“ das Wohl der Kinder im Blick zu behalten, damit beschäftigten sich Politiker, Pädagogen, Eltern- und Kirchenvertreter jetzt bei einer ökumenischen Veranstaltung  auf Einladung des katholischen Kreisdekanates Steinfurt, der beiden evangelischen Kirchenkreise Steinfurt-Coesfeld-Borken sowie Tecklenburg und der Caritas Rheine in der Rheiner Stadthalle.

Mit seinem Impulsvortrag „Die Tageseinrichtung – das zweite Zuhause?“ lieferte Prof. Dr. Rainer Strätz, ehemaliger Leiter des Sozialpädagogischen Instituts NRW und Experte auf dem Gebiet der Frühkindlichen Pädagogik, den etwa 300 Anwesenden jede Menge Denkanstöße. Moderatorin Sarah Stöber gab sie weiter – unter anderem an Kreisdechant Markus Dördelmann. Seine Antwort auf die Frage, was denn eine kirchliche Kindertagesstätte auszeichne: „Bei uns spürt man eine besondere Atmosphäre. Und wir haben inhaltlich etwas anzubieten, was andere nicht haben.“ Darüber hinaus investiere das Bistum Münster jährlich über 20 Mio. Euro in die Kitas.

Strätz erinnerte an die Gelassenheit in den kirchlichen Einrichtungen: „Vieles ist in diesen Kitas selbstverständlich“, lobte er das Engagement der Erzieherinnen. In seinem Referat hob Strätz besonders das Bedürfnis der Kinder nach einer ihnen vertrauten Bezugsperson hervor, die ihnen Sicherheit gibt. Den Eltern nahm er die Sorge, die Erzieherin könne vom Kind mehr geliebt werden als sie: „Ein Kind kann neue, zusätzliche Bindungen aufbauen, ohne dass die bestehenden leiden.“

Für eine optimale Betreuung vor allem der Unterdreijährigen müssten jedoch bestimmte Bedingungen erfüllt sein: „Wir brauchen einen deutlich besseren Personalschlüssel.“ Entscheidend sei nicht das angestellte Personal, sondern das anwesende. Die Begründung schickte er gleich hinterher: „Weit stärker als bei älteren Kindern verläuft die Entwicklung in den ersten Lebensjahren sehr individuell, was eine differenzierte Beobachtung jedes einzelnen Kindes und eine entsprechend spezifische Gestaltung der pädagogischen Arbeit verlangt.“

Die Aufenthaltszeit in den Einrichtungen solle nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz sein. Auf eine genaue Stundenzahl mochte sich Strätz nicht festlegen. Vor der Anmeldung empfahl er den Eltern, sich die Tagesstätten anzuschauen und zu prüfen, ob sich das Kind dort wohl und geborgen fühlt: „Es kommt nicht auf die bunten Bauklötze an“, warnte er davor, allein auf Äußerliches zu achten. Ziel müsse es sein, den Kindern „Zuversicht und innere Stärke“ zu geben. Strätz forderte eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeitszeiten.

Landrat Dr. Klaus Effing bündelte die Beiträge: „Kinderbetreuung unter Betrachtung des Kindeswohls ist eine gemeinsame Aufgabe der Kommunen, der Wirtschaft, der freien Träger und der Kitas.“ An die Landespolitik richtete er die Bitte: „Wenn wir nicht richtig investieren, holt es uns ein!“

Auch Kreisdechant Dördelmann hatte noch einen Wunsch Richtung Düsseldorf: „Tun Sie etwas gegen den Dokumentationswahnsinn! Dann haben die Erzieherinnen mehr Zeit für die Kinder.“

Roswitha Reckels leitet das Jugendamt

Einstimmiges-Votum-Roswitha-Reckels-leitet-das-Jugendamt_image_630_420f_wnNachfolgend der Zeitungsartikel der Westfälischen Nachrichten:

Roswitha Reckels wird neue Leiterin des Kreisjugendamtes. Der Kreisausschuss sprach sich in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig für die 48jährige aus. Reckels folgt damit Tilman Fuchs nach, der seit dem 1. Januar neuer Sozialdezernent des Kreises Steinfurt ist.

Seit September 2013 leitet die Wettringerin das Sachgebiet Personal und ist gleichzeitig stellvertretende Leiterin des Haupt- und Personalamt des Kreises.

Ihre Ausbildung beim Kreis Steinfurt begann Roswitha Reckels im August 1986. Das Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung absolvierte sie von 1989 bis 1992 mit dem Abschluss „Diplom Verwaltungswirtin“. Seither war sie in unterschiedlichen Ämtern der Kreisverwaltung tätig, davon fast acht Jahre als stellvertretende Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamtes.

„Ich freue mich sehr auf meine neue, sehr verantwortungsvolle Aufgabe“, unterstreicht Roswitha Reckels, die ihren Dienst im Kreisjugendamt zum 1. Mai beginnt.

Das Jahr geht dem Ende entgegen

2015 war ein arbeitsreiches Jahr für den JAEB. Aber es hat uns Spaß gemacht und wir werden auch 2016 wieder aktiv sein und uns für die Belage der Elternschaft einsetzen. Auf diesem Wege möchten wir allen Familien, Erzieherinnen und Erziehern, den Mitarbeiteiern des Kreisjugendamtes und natürlich auch den Trägern der Kindertagesbetreuung alles Gute für das Jahr 2016 wünschen und uns bei allen bedanken, die uns bei unserer Arbeit unterstützt haben.

Wir haben nachgefragt

Wie im Beitrag vom 8. November 2015 angekündigt, haben wir das Thema „Änderung der Betreuungszeiten im laufenden Kitajahr“ heute in der Arbeitsgemeinschaft Kindertagesbetreuung (AG §78) zur Sprache gebracht.
Nach einer kurzen Darstellung der Problematik entstand sehr schnell eine recht einheitliche Aussage von Trägern und Jugendamt. In begründeten dringenden Fällen versuchen die Träger zusammen mit der Kitaleitung und dem Jugendamt eine Lösung für den Einzelfall zu finden. Dies kann aber einige Zeit in Anspruch nehmen, da umfangreiche Abstimmungen zwischen Kita, Träger und Jugendamt notwendig sind. Auch muss darauf geachtet werden, dass eine Überbelegung der Kita und Kitagruppe vermieden wird. Zusätzlich muss genügend Personal mit freien Kapazitäten vorhanden sein. Auch ist nicht jede Kita in der Lage, allen Kindern die Möglichkeit zu bieten, am Mittagessen teilzunehmen wenn die räumlichen Gegebenheiten dies nicht hergeben. Es ist also bei Weitem nicht damit getan, einfach ein wenig mehr Mittagessen zu bestellen.
Wir möchten Euch bitten, diese Möglichkeit wirklich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn dies unumgänglich und absolut notwendig ist. Erster Ansprechpartner ist immer die Kitaleitung.
Einig sind wir uns mit den Trägern, dass eine Reduzierung der Betreuungszeiten im laufenden Jahr nicht möglich ist, da den Trägern dadurch ein nicht unerheblicher finanzieller Schaden entstehen würde. Zudem wurde ja ein Betreuungsvertrag zwischen Träger und Eltern geschlossen, den beide Seiten zu erfüllen haben.