Alle Beiträge von Michael Herrmann

Willkommen im Kindergartenjahr 2015/2016

Die Zeit rennt und das neue Kindergartenjahr hat hier und da bereits begonnen. Wir begrüßen alle neuen und alten Eltern sehr herzlich und freuen uns jetzt schon auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch und den Elternräten in den Kitas.
Bis zur Neuwahl der Elternräte bleiben die Elternräte aus dem vergangenen Kitajahr weiterhin im Amt. An dieser Stelle auch gleich der Hinweis an alle demnächst neu oder wieder gewählten Elternvertreter. Nach der Wahl sollte zumindest der Vorsitzende des Rates eine Einladung vom Kreisjugendamt zur Gründungsversammlung des JAEB bekommen. Falls nicht, bitte einfach freundlich bei der Einrichtungsleitung nachfragen.

Schöne Ferien!

Morgen ist das Schuljahr vorbei und somit dürften auch die ersten Kitas in die Ferien starten. Für viele Kinder endet damit die Kitazeit und ein neuer Abschnitt beginnt. Euch und Euren Familien alles Gute für die Schulzeit!
Alle Anderen sehen wir dann im kommenden Kindergartenjahr wieder.
Wir möchten auch im kommenden Jahr mit unserer Arbeit weiter machen. Daher die große Bitte an alle die uns schon kennen. Macht Werbung für den JAEB und erzählt auch den neuen Kitaeltern von unserer Arbeit.
Der JAEB wünscht allen Familien und KitamitarbeiterInnen schöne Ferien, einen schönen Urlaub und eine erholsame Zeit.

Reaktion auf die Stellungnahme des JAEB in der Sitzung der AG §78 vom 18.05.2015

Wie bereits angekündigt hat der JAEB, vertreten durch Thorsten  Dahlhues aus Ochtrup, in der Sitzung der AG §78 am vergangenen Montag seine Postion zu den gehäuft aufgetretenen Absagen der Schulkindübernachtung vorgestellt.

Wie gewohnt wurde unsere Eingabe interessiert aufgenommen
und sachlich diskutiert. Da jeder Träger für seine eigenen Einrichtungen die Vorgaben selbst gestalten kann  (Trägerautonomie), konnte in der Kürze der Zeit keine gemeinsame Position aller Trägervertreter zu diesem Thema gefunden werden.
Eine grundsätzliche Einigkeit bestand aber in allen Punkten. Es ist tatsächlich nach Aussage der verschiedenen Träger inzwischen immer schwieriger, solche Aktionen zu finanzieren. Bezahlte Überstunden kommen aus finanziellen Gründen oft nicht in Frage, ein Freizeitausgleich ist ebenfalls oft problematisch. Uni sono erklärten die Trägervertreter, dass sie keine versicherungstechnischen Bedenken sehen, wenn diese Veranstaltungen offizielle Angebote der Kitas sind. Dann bestehe auf jeden Fall der gesetzliche Versicherungsschutz.
Auch die AG §78 sieht den pädagogischen Wert der Übernachtungsaktionen und hält diese in einem gewissen Maß auch für schon traditionell. Die Träger empfehlen bei Unstimmigkeiten immer das Gespräch zwischen Einrichtungsleitung und Elternrat zu suchen um individuelle Lösungen zu finden.
Die Trägervertreter bedankten sich ausdrücklich für unser Engagement und baten um Zusendung unserer Stellungnahme für das Protokoll.

Stellungnahme des JAEB zur Absage besonderer Aktionen in den Kitas

Heute war die Sitzung der „AG §78“ (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Jugendhilfe). Dort hat Thorsten Dahlhues als Vertreter des JAEB folgende Stellungnahme des JAEB abgegeben:

Dem Jugendamtselternbeirat wurde aus verschiedenen Einrichtungen zugetragen, dass die seit vielen Jahren stattfindende Übernachtung für die angehenden Schulkinder aus verschiedensten Gründen abgesagt wurde oder zur Disposition steht. Unter anderen werden folgende Gründe genannt:
1. Durch neue Tarifverträge sind höhere Stundensätze für Überstunden zu zahlen. Dies sei nicht finanzierbar.
2. Durch die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes ist die tägliche höchst zulässige Arbeitszeit beschränkt. Dies würde bedeuten, dass die ErzieherInnen nachts abgelöst werden müssten.
3. Es bestünden versicherungsrechtliche Bedenken, welche die Durchführung einer solchen Aktion verhindern.
4. Da seit diesem Kindergartenjahr die Höhe der Trägerrücklage begrenzt ist, werden die überschüssigen Gelder für Ausbau- und Renovierungsprojekte verwendet. Eine Finanzierung von Mitarbeiterstunden sei daher nicht mehr möglich.
Dem entgegen steht die Aussage aus anderen Einrichtungen, dass solche Veranstaltungen nach wie vor stattfinden und auch keine Änderungen geplant sind.
In der letzten Sitzung des Jugendamtselternbeirats wurde dieses Thema diskutiert und beschlossen, Ihnen als den Trägervertretern unseren Standpunkt zu diesem Thema vorzutragen und Sie um eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit zu bitten.
Der Jugendamtselternbeirat hält die besonderen Aktionen in den Kitas wie die Schulkindübernachtung, welche seit vielen Jahren in den meisten Einrichtungen angeboten werden, für pädagogisch wertvoll und erhaltenswert. Die Kinder profitieren in einem besonderen Maße von diesen Angeboten. Sie fördern die Selbstständigkeit und das Sozialverhalten und beeinflussen positiv das Gruppengefüge. Die Begründungen, die die Einrichtungsleitungen gegenüber den Eltern nennen, scheinen uns teilweise nicht nachvollziehbar.
Der Jugendamtselternbeirat bittet Sie als Trägervertreter im Namen der Elternschaft daher um eine Stellungnahme zu diesem Thema und bittet Sie, diese für unsere Kinder so wichtigen Angebote zu erhalten.

3. JAEB Sitzung 23.02.2015

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Newsletter 3/2015

Am 23.02.2015 hat sich der JAEB Steinfurt zu seiner dritten regulären Sitzung im Kreishaus in Steinfurt getroffen.

Herr Scheipers vom Kreisjugendamt stand uns wieder als kompetenter Ansprechpartner für unsere Fragen zur Verfügung. Vorrangig ging es um folgende Themenbereiche.

Sprachförderung in den Kitas nach der KiBiz Reform 2014
Mit der Reform fällt der zuletzt verwendete Delfin 4 Test zur Erhebung des Sprachstandes bei den Kindern ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 weg. Er wird durch ein neues und kontinuierliches Verfahren ersetzt, welches ohne Testsituationen auskommt. Dabei werden die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen auf ein Beobachtungsverfahren geschult. Zur Auswahl stehen die Verfahren BaSiK, seldak, sismik und liseb (Informationen hierzu sind auch auf der Seite https://www.kita.nrw.de zu finden). Die Auswahl, welches Verfahren verwendet wird, treffen Einrichtung und Träger. Eine Dokumentation des Sprachstandes hat zweimal im Kindergartenjahr mit Hilfe von Erfassungsbögen zu erfolgen.

Ergeben sich bei der Beobachtung der Kinder sprachliche Auffälligkeiten, so ist dies den Eltern mitzuteilen. Gleichzeitig sollen die ErzieherInnen alle Kinder sprachlich in Alltagssituationen fördern.

Der Deutsche Bund der Logopäden (DBL) bietet Schulungen für pädagogische Fachkräfte an um diese besser auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Zentrales Anmeldeverfahren
Herr Scheipers erläuterte, wie das zentrale Anmeldeverfahren im Kreis Steinfurt funktioniert.

Die Anmeldebögen werden zentral vom Kreisjugendamt verschickt. Diese Bögen werden von den Eltern, die ihr/e Kind/er neu in einer Kita anmelden wollen, ausgefüllt in ihrer ersten Wunschkita abgegeben. Idealerweise findet bei dieser Gelegenheit ein Informationsgespräch mit der Einrichtungsleitung statt. Die Anmeldungen werden in den Kitas gesammelt und dem Jugendamt zurück gemeldet. Hier werden die Daten wieder gesammelt, aufbereitet und an die Kitas zurückgegeben. Jetzt legen die Kitas anhand ihrer Aufnahmekriterien fest, welche Kinder einen Platz in den jeweiligen Einrichtungen bekommen. Jetzt sollten auf lokaler Ebene die Kinder unter Berücksichtigung der bei der Anmeldung angegebenen alternativen Einrichtungen auf die Kitas verteilt werden. Leider funktioniert dies nicht überall reibungslos. Daher empfiehlt das Jugendamt ggf. den Eltern, deren Kinder keinen Platz in ihrer Wunschkita erhalten haben, die Kitas am Ort zu kontaktieren, die noch freie Plätze haben.

Herr Scheipers weist darauf hin, dass Änderungen bei den Buchungszeiten noch bis zum 15. März möglich sind. An diesem Tag werden die Zahlen an das Land NRW gemeldet und sind nicht mehr änderbar. Nach der Freigabe durch das Land können die Kitas ihre Personalplanung verbindlich durchführen und die Kitaplätze zusagen. Erfolgt eine Zusage vor der Freigabe, geschieht dies auf Risiko der Kita bzw. des Trägers.

Bei der folgenden Diskussion wurde deutlich, dass das Anmeldeverfahren aus Sicht der Elternschaft noch Verbesserungspotential birgt. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der zeitliche Abstand zwischen Anmeldung und Zu- bzw. Absage muss deutlich kürzer werden. Beim momentanen Verfahren bleibt den Familien zur Absicherung evtl. beruflicher Notwendigkeiten nur eine „Maximalbuchung“ um auf der sicheren Seite zu sein
  • Der Wechsel des gebuchten Stundenkontingentes muss bis kurz vor Beginn des Kindergartenjahres möglich sein um auf sich verändernde Lebens- und Berufssituationen eingehen zu können.
  • Die Betreuungszeiten in den einzelnen Kitas müssen bei Anmeldung verbindlich feststehen für das folgende Kindergartenjahr. Nur so ist eine sinnvolle Planung auf Seiten der Familien möglich.

Die Position des JAEB wird auf der Sitzung der „AG §78“ auch den Trägervertretern vorgestellt und soll durch unsere Vertreterin in den Landesjugendamtselternbeirat (LEB) eingebracht werden.

Dem Jugendamt wurde ebenfalls über die Position des JAEB informiert und um Stellungnahme gebeten.

Zukünftig wollen wir uns mit anderen JAEB verknüpfen und Erfahrungen austauschen. Erste Kontakte sind bereits geknüpft und sollen vertieft werde. Links zu anderen JAEB sind demnächst auf unserer Webseite http://www.jaeb-st.de zu finden.

Die nächste planmäßige Sitzung des JAEB findet am 11.05.2015 im Kreishaus in Tecklenburg statt. Dort wird es nach derzeitiger Planung eine Stellungnahme zum Positionspapier des JAEB durch das Jugendamt geben. Weiterhin sollen Fragen zur Finanzierung von Überstunden sowie Rücklagen der Träger der Kindertagesbetreuung gehen.

 

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