3. JAEB Sitzung 23.02.2015

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Newsletter 3/2015

Am 23.02.2015 hat sich der JAEB Steinfurt zu seiner dritten regulären Sitzung im Kreishaus in Steinfurt getroffen.

Herr Scheipers vom Kreisjugendamt stand uns wieder als kompetenter Ansprechpartner für unsere Fragen zur Verfügung. Vorrangig ging es um folgende Themenbereiche.

Sprachförderung in den Kitas nach der KiBiz Reform 2014
Mit der Reform fällt der zuletzt verwendete Delfin 4 Test zur Erhebung des Sprachstandes bei den Kindern ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 weg. Er wird durch ein neues und kontinuierliches Verfahren ersetzt, welches ohne Testsituationen auskommt. Dabei werden die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen auf ein Beobachtungsverfahren geschult. Zur Auswahl stehen die Verfahren BaSiK, seldak, sismik und liseb (Informationen hierzu sind auch auf der Seite https://www.kita.nrw.de zu finden). Die Auswahl, welches Verfahren verwendet wird, treffen Einrichtung und Träger. Eine Dokumentation des Sprachstandes hat zweimal im Kindergartenjahr mit Hilfe von Erfassungsbögen zu erfolgen.

Ergeben sich bei der Beobachtung der Kinder sprachliche Auffälligkeiten, so ist dies den Eltern mitzuteilen. Gleichzeitig sollen die ErzieherInnen alle Kinder sprachlich in Alltagssituationen fördern.

Der Deutsche Bund der Logopäden (DBL) bietet Schulungen für pädagogische Fachkräfte an um diese besser auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Zentrales Anmeldeverfahren
Herr Scheipers erläuterte, wie das zentrale Anmeldeverfahren im Kreis Steinfurt funktioniert.

Die Anmeldebögen werden zentral vom Kreisjugendamt verschickt. Diese Bögen werden von den Eltern, die ihr/e Kind/er neu in einer Kita anmelden wollen, ausgefüllt in ihrer ersten Wunschkita abgegeben. Idealerweise findet bei dieser Gelegenheit ein Informationsgespräch mit der Einrichtungsleitung statt. Die Anmeldungen werden in den Kitas gesammelt und dem Jugendamt zurück gemeldet. Hier werden die Daten wieder gesammelt, aufbereitet und an die Kitas zurückgegeben. Jetzt legen die Kitas anhand ihrer Aufnahmekriterien fest, welche Kinder einen Platz in den jeweiligen Einrichtungen bekommen. Jetzt sollten auf lokaler Ebene die Kinder unter Berücksichtigung der bei der Anmeldung angegebenen alternativen Einrichtungen auf die Kitas verteilt werden. Leider funktioniert dies nicht überall reibungslos. Daher empfiehlt das Jugendamt ggf. den Eltern, deren Kinder keinen Platz in ihrer Wunschkita erhalten haben, die Kitas am Ort zu kontaktieren, die noch freie Plätze haben.

Herr Scheipers weist darauf hin, dass Änderungen bei den Buchungszeiten noch bis zum 15. März möglich sind. An diesem Tag werden die Zahlen an das Land NRW gemeldet und sind nicht mehr änderbar. Nach der Freigabe durch das Land können die Kitas ihre Personalplanung verbindlich durchführen und die Kitaplätze zusagen. Erfolgt eine Zusage vor der Freigabe, geschieht dies auf Risiko der Kita bzw. des Trägers.

Bei der folgenden Diskussion wurde deutlich, dass das Anmeldeverfahren aus Sicht der Elternschaft noch Verbesserungspotential birgt. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der zeitliche Abstand zwischen Anmeldung und Zu- bzw. Absage muss deutlich kürzer werden. Beim momentanen Verfahren bleibt den Familien zur Absicherung evtl. beruflicher Notwendigkeiten nur eine „Maximalbuchung“ um auf der sicheren Seite zu sein
  • Der Wechsel des gebuchten Stundenkontingentes muss bis kurz vor Beginn des Kindergartenjahres möglich sein um auf sich verändernde Lebens- und Berufssituationen eingehen zu können.
  • Die Betreuungszeiten in den einzelnen Kitas müssen bei Anmeldung verbindlich feststehen für das folgende Kindergartenjahr. Nur so ist eine sinnvolle Planung auf Seiten der Familien möglich.

Die Position des JAEB wird auf der Sitzung der „AG §78“ auch den Trägervertretern vorgestellt und soll durch unsere Vertreterin in den Landesjugendamtselternbeirat (LEB) eingebracht werden.

Dem Jugendamt wurde ebenfalls über die Position des JAEB informiert und um Stellungnahme gebeten.

Zukünftig wollen wir uns mit anderen JAEB verknüpfen und Erfahrungen austauschen. Erste Kontakte sind bereits geknüpft und sollen vertieft werde. Links zu anderen JAEB sind demnächst auf unserer Webseite http://www.jaeb-st.de zu finden.

Die nächste planmäßige Sitzung des JAEB findet am 11.05.2015 im Kreishaus in Tecklenburg statt. Dort wird es nach derzeitiger Planung eine Stellungnahme zum Positionspapier des JAEB durch das Jugendamt geben. Weiterhin sollen Fragen zur Finanzierung von Überstunden sowie Rücklagen der Träger der Kindertagesbetreuung gehen.

 

Der Newsletter steht auch als PDF Dokument zum Download bereit.

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